Der neue Prozess funktioniert laut einer Mitteilung der Projektpartner wie folgt: Opta Data erstellt die Abrechnung nach den gängigen gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben weiterhin per Datenträgeraustauschverfahren gemäß § 302 SGB V bzw. § 105 SGB XI. Zusätzlich zu den Abrechnungsdaten werden die Originaldokumente eingescannt und qualifiziert signiert. Durch diese Signatur wird die Echtheit bzw. Gleichheit zum Urbeleg bestätigt. Über eine mit der AOK Systems definierte Datenschnittstelle werden die Rechnungs- und Image-Dateien anschließend an die AOK PLUS übermittelt.
"Im Ergebnis haben wir einen Abrechnungsprozess kreiert, der die Wege in der Abrechnung deutlich verkürzt und Vorteile auf beiden Seiten schafft", fasst Andreas Fischer, Geschäftsführer der Opta Data Gruppe, zusammen. "Darüber hinaus profitieren auch die Leistungserbringer von diesem innovativen Verfahren. Auf Wunsch stellen wir unseren Kunden die signierten Abrechnungsbelege in einer Archivfunktion im Online-Kundencenter zur Verfügung. Das erspart den Leistungserbringern das aufwendige Kopieren und Aufbewahren von Abrechnungsbelegen."
AOK Plus testet
Die AOK Plus hat stellvertretend für alle AOKn in diesem bundesweiten Projekt eine Vorreiterrolle übernommen und das Verfahren vor der Überführung in den Echtbetrieb ausgiebig getestet. "Die AOK Plus wird nunmehr Maßnahmen einleiten und das Verfahren schrittweise ausweiten. Dieser Weg ist grundsätzlich möglich für alle sonstigen Leistungserbringerbereiche. Schon allein in der Rechnungsannahme sind die Ersparnisse enorm", sagen Ramona Kühn und Gert Vetters, beide Bereichsleiter Hilfsmittel bei der AOK Plus.