Apothekenkunden fragen zunehmend nach Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen aus dem erweiterten, freiverkäuflichen Apothekensortiment. Das bestätigt die aktuelle APOkix-Umfrage unter rund 280 Apothekeninhabern. Rund 55 Prozent der Befragten beobachten heute ein deutlich höheres Interesse an diesen ergänzenden Produkten und Dienstleistungen als noch vor fünf Jahren. Besonders gefragt sind nach Angaben der Apotheker die Bereiche Allergie, Gewichtsreduktion, Nahrungsergänzungsmittel und "Muskeln, Knochen, Gelenke". Um der gestiegenen Nachfrage zu begegnen, haben mehr als vier von zehn Apotheken ihr Angebot an ergänzenden Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen erweitert.
Trotz der gesteigerten Nachfrage messen nur 39 Prozent der Apothekeninhaber freiverkäuflichen Produkten und Dienstleistungen eine mittlere bis hohe Bedeutung für die Ertragslage ihrer Apotheke bei. Rund 45 Prozent der Befragten stufen die Bedeutung niedrig ein und 15 Prozent sagen, dieser Sortimentsbereich habe "(fast) keine Bedeutung" für die Ertragslage ihrer Apotheke.
Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch beim Blick in die Zukunft wider: Nur knapp 36 Prozent rechnen damit, dass das freiverkäufliche Ergänzungssortiment zukünftig deutlich wichtiger für die Ertragslage ihrer Apotheke wird. Dr. Markus Preißner, wissenschaftlicher Leiter am IFH Köln, sieht jedoch Potenzial zur Ertragssteigerung: "Das Ergänzungssortiment eignet sich hervorragend zur Positionierung und Profilierung einer Apotheke. Zudem zeigen Konsumentenbefragungen, dass freiverkäufliche Gesundheitsprodukte und -dienstleistungen im Trend liegen und Apotheken von den Verbrauchern in diesem Segment die höchste Kompetenz zugeschrieben wird."