Auch wenn nach Einschätzung der Befragten noch viel Aufklärungsbedarf auf Patientenseite besteht (70 %), wünschen sie sich mehrheitlich, dass das E-Rezept zeitnah auch für Privatversicherte verpflichtend umgesetzt wird (55%).
Das E-Rezept kann vor Ort auf verschiedene Arten eingelöst werden. Die meisten Kunden verwenden ihre elektronische Gesundheitskarte (86 %), etwa jeder Zehnte bringt den gedruckten QR-Code mit. E-Rezept-Apps werden bislang nur sporadisch eingesetzt (5 %).
Die Einlösung des Rezepts über eine App funktioniert nach Angaben der Befragten im Vergleich zu den anderen Optionen im Durchschnitt nur befriedigend, während die eGK und der QR-Code durchschnittlich gut funktionieren. Probleme bei der Einlösung des E-Rezepts ergeben sich den Befragten zufolge generell besonders häufig aus einer verzögerten Bereitstellung des E-Rezepts (93 %), durch Ausfüllfehler in den Arztpraxen (47 %) und infolge von Problemen mit der Telematikinfrastruktur (38 %).
Wettbewerb zu Versandapotheken – Schutz vor Rezeptbetrug
Neben den überwiegend positiven Erfahrungen mit dem E-Rezept sprechen aus Apothekensicht weitere Punkte für seinen Einsatz. Viele begrüßen den besseren Schutz vor Rezeptbetrug (81 %) und die Vermeidung von Abgabefehlern (77 %).
Neben den diversen Schwierigkeiten bei der Umsetzung beobachten die Befragten aber auch einen zunehmenden Wettbewerb mit Versandapotheken, der durch das E-Rezept befeuert werde (93 %), und einen erhöhten Aufwand in puncto Datenschutz (61 %).