Die Apotheker setzen 2016 nahezu identische Schwerpunkte wie im Vorjahr, bilanziert das IFH Köln. Zu den relevantesten Themen zählt weiterhin die Verbesserung der Patientenversorgung. So ist die Beratungsqualität der eigenen Apotheke erneut für mehr als acht von zehn Befragten (83%) von hoher Bedeutung. Für 45 Prozent der Apotheker ist es zudem besonders relevant, dass Arzt und Apotheker stärker zusammenarbeiten (2015: 43%).
Auch bürokratische sowie kaufmännische Aufgaben stehen 2016 wieder im Fokus. So ist es für 78 Prozent der Apotheker von hoher Relevanz, Retaxationen zu vermeiden. Die Bürokratie im Apothekenalltag zu verringern, bewerten knapp zwei Drittel der Befragten (64%) als hochrelevant (2015: 69%). Fast vier von zehn Apothekern (38%) wollen 2016 das Geschäft mit freiverkäuflichen Arzneimitteln (OTC) stärken (2015: 43 %).
Der Blick auf 2015 zeigt, dass die deutschen Apotheker mit Gesundheitspolitikern und Standesvertretungen nicht zufrieden waren. Auf einer Schulnotenskala wird die Arbeit der Gesundheitspolitiker im Schnitt lediglich mit 4,9 bewertet. Standesvertretungen erreichen eine Durchschnittsnote von 4,6. Für 2016 erwarten die Apotheker von ihren Standesvertretungen insbesondere, dass sie an einer Verbesserung des Apothekenhonorars arbeiten.
Der Index für die aktuelle Geschäftslage steigt im Dezember um mehr als drei Punkte an und erreicht einen Wert von 86,7 Indexpunkten. Jeder fünfte APOkix-Teilnehmer bewertet die derzeitige wirtschaftliche Situation positiv. Dabei ist die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage in größeren Apotheken mit mehr als 2 Mio. Euro Jahresumsatz etwas positiver als in kleineren Betrieben.