Deutschlandweit gab es im Jahr 2016 nach vorläufigen Zahlen der Landesapothekerkammern 20.032 Apotheken – 217 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von 1,1 Prozent. Zuletzt gab es 1990 so wenige Betriebsstätten.
Die größten Rückgänge gab es in den großen Kammerbezirken Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein und Westfalen-Lippe. Prozentual fällt der Rückgang am deutlichsten in Hamburg, Berlin, im Saarland und in Sachsen-Anhalt aus. Größter Kammerbezirk ist Bayern mit 3.205 Apotheken, das sind 31 Betriebsstätten weniger als 2015. Nach wie vor wird der negative Trend dadurch aufgefangen, dass viele Hauptapotheken, die ansonsten aufgegeben würden, in Filialen umgewandelt werden.
Die Zahl der Apotheken sinkt schneller, als von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) prognostiziert. Die Geschäftsstelle in Berlin hatte vor zwei Jahren die Entwicklung seit 2011 statistisch fortgeschrieben und für Ende 2016 noch mit 20.107 Apotheken gerechnet. Nun sind es 75 weniger.
Die Zahl der Apotheken geht seit dem Höchststand mit 21.602 Betriebsstätten im Jahr 2008 zurück. Innerhalb der vergangenen acht Jahre haben netto 1.570 Geschäfte aufgegeben (-7,3 Prozent), vor allem in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern sind die Apothekenzahlen weitgehend stabil geblieben.