Im Jahr 1923 wurde die erste bundesweite Vertretung des orthopädietechnischen Handwerks in Berlin als Verband der Orthopädie-Mechanik E.V. gegründet. Das Gründungsjahr war kein Zufall. Denn in Folge des Ersten Weltkrieges galt es, rund eine halbe Million Kriegsversehrte zu versorgen. „Eine Mammutaufgabe auch angesichts des allgegenwärtigen Mangels und der Hyperinflation“, erklärt Alf Reuter, Präsident des BIV-OT und Gastgeber des Festabends. „Für unsere Vorgänger stand fest: Wir müssen unsere Kräfte vereinen und mit einer starken Stimme für die Interessen des eigenen Handwerks und der Patienten eintreten, um die Hilfsmittelversorgung abzusichern. Dieser Gedanke führte zur Gründung des ersten deutschlandweiten Verbands vor 100 Jahren“, so Reuter. „Wir werden gemeinsam mit starker Stimme für ein Umdenken in Politik und Gesellschaft streiten – für unsere Patienten, für unser Handwerk“, erklärt er.
In diesem Sinne lädt der BIV-OT zur Jubiläums-Feier Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Ärzteschaft und Handwerk ein. Denn: „Nur gemeinsam können wir eine nachhaltige Reform der Hilfsmittelversorgung in Deutschland erfolgreich aus- und umsetzen“, so Reuter. Als Festredner werden unter anderem Klaus Dittmer, Orthopädietechnik-Meister in Berlin und leidenschaftlicher Sammler orthopädietechnischer Hilfsmittel sowie Prof. Hans Georg Näder, Eigentümer und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Ottobock SE & Co. KGaA erwartet.