Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes, kommentiert das Gutachten des Sachverständigenrates in einer Verbandsmitteilung: „Planetare Gesundheit muss endlich Einzug in alle Reformvorhaben des Gesundheitswesens halten und prioritär angegangen werden. Der Ressourceneinsatz im gesamten Gesundheitssystem muss darauf abgestimmt werden. Wir können uns weder Über-, noch Unter- noch Fehlversorgung mehr leisten. In den anstehenden Strukturreformen müssen also Anreize zur sinnfreien Mengenausweitung und der Hang zur Finanzierung von reinen Prestigeprojekten beendet werden. Außerdem muss die soziale Nachhaltigkeit neben der Wirtschaftlichkeit in den Sozialgesetzbüchern verankert werden. Eine schnelle Weiterentwicklung der ePA hin zur Opt-Out-Regelung ist ebenfalls zentral, um auch über diese Information zum Gesundheitsschutz geben zu können.“
Der Klimawandel und dessen Gefahren seien ohne das Fachpersonal im Gesundheitswesen nicht zu bewältigen, so die Vorständin weiter. „Egal ob Pflegepersonal, Apotheken oder Ärzteschaft – es braucht interprofessionelle Teams in Partnerschaften mit festgelegten Aufgabenverteilungen in den Berufe-Gesetzen. Dabei sind klimabedingte Veränderungen und Ressourcenschonung in den Ausbildungs- und Fortbildungsstrukturen fest zu verankern“, so Anne-Kathrin Klemm weiter.
Der BKK Dachverband unterstützt nach eigenen Angaben die fachübergreifende Forschung und engagiert sich zusammen mit vielen Betriebskrankenkassen in der Initiative BKK Green Health.