BVMed-“Wunddialog”: Wundexperten fordern ein Deutsches Wundregister, um Datenlage und Versorgungsstrukturen zu verbessern.
04.12.2015
Tobias Kurtz
1 Minute
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"Chronische Wunden gehören in spezialisierte Hände!" Dazu gehören interdisziplinäre Wundzentren oder Wundnetze. Das war eine der Kernbotschaften des ersten "Wunddialogs", den der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) gemeinsam mit Versorgungsnetzwerken, Krankenkassen, Ärztevertretern und den Herstellern von Wundversorgungsprodukten am 1. Dezember 2015 in Berlin durchführte. Die präsentierten Fallbeispiele zeigten, dass gut ausgebildete Experten und vernetzte Strukturen teilweise schon regional vorhanden sind. Man müsse aber die problematischen Wundpatienten besser in diese Versorgungsstrukturen bekommen. Ein Hebel dabei seien geänderte Vergütungsstrukturen, um falsche Anreize im System zu beseitigen. Ein Lösungsansatz könnte die Einführung eines "Deutschen Wundregisters" sein, um die Datenlage zu verbessern und besser definieren zu können, welche Patienten chronische Wunden haben und durch ein Fallmanagement besser unterstützt werden müssen.
Eine Chance für verbesserte Versorgungsstrukturen sahen die Experten auch in dem neuen Innovationsfonds. Er müsste genutzt werden, um interdisziplinäre Versorgungsmodelle in der Wundversorgung zu fördern. Die Präsentationen beispielhafter Versorgungsnetzwerke und Versorgungsmodelle von Krankenkassen zeigten als Erfolgsfaktor auch eine "phasengerechte Wundversorgung in interdisziplinären Strukturen".
Zum Thema Wundversorgung hat der BVMed einInformationsportaleingerichtet.