Die Wachstumsrate liegt nach den Erwartungen der Branchenunternehmen 2013 bei durchschnittlich 2,6 Prozent. In den Vorjahren waren es jeweils noch rund 5 Prozent. An der Herbstumfrage beteiligten sich 111 Mitgliedsunternehmen des BVMed.
Nach der BVMed-Herbstumfrage erwartet ein Viertel der Unternehmen in diesem Jahr in Deutschland einen besseren Gewinn als im Vorjahr. Über ein Drittel erwartet zurückgehende Gewinne. Hemmnisse sehen die Unternehmen vor allem im Erstattungsbereich. 64 Prozent beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften. 44 Prozent kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen, 38 Prozent das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland. Kritisiert wird auch, dass die Patienten durch die negative öffentliche Diskussion über Medizinprodukte zunehmend verunsichert sind (29 Prozent).
Wegen der schlechten Inlandsentwicklung gerate auch der Jobmotor Medizintechnologie ins Stottern. 45 Prozent der befragten Unternehmen hätten gegenüber dem Vorjahr neue Arbeitsplätze geschaffen. Im Vorjahr waren es noch 58 Prozent. 16 Prozent haben gegenüber dem Vorjahr Personal abgebaut. BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt: "Der Standort Deutschland verliert damit zunehmend an Attraktivität."
Von der neuen Bundesregierung erwarten die Medizintechnik-Unternehmen, dass Deutschland als Leitmarkt und Kompetenzzentrum Gesundheit und Medizintechnik wieder gestärkt wird. "Hierzu brauchen wir ein innovationsfreundliches Umfeld und einen starken Heimatmarkt, um auch künftig von unseren Stärken im Export medizintechnischer Produkte profitieren zu können", so der BVMed-Vorstandsvorsitzende Meinrad Lugan.