Die BVMed-Arbeitsgruppe “Operative Behandlung der Inkontinenz” hat im Internet ein Informationsangebot über die verschiedenen Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz bei Frauen und Männern sowie zu bestehenden Operationsmöglichkeiten veröffentlicht.
28.04.2016
Tobias Kurtz
1 Minute
Kostenfrei registrieren und weiterlesen
Diesen Artikel können alle lesen, die eine kostenfreie GP-Registrierung oder ein GP-Abo haben. Jetzt kostenfrei registrieren und alle Newsletter erhalten.
GesundheitsProfi: Das B2B-Medium für alle Entscheider:innen in Sanitätsfachhandel, Hilfsmittelindustrie und Orthopädieschuhtechnik.
Alle wichtigen News und Hintergründe, im Digital-Abo mit oder ohne gedrucktem Magazin!
"Stuhl-oder Harninkontinenz kann jeden treffen, ist aber nach wie vor ein Tabuthema. In vielen Fällen gibt es jedoch Behandlungsmöglichkeiten durch moderne Medizinprodukte, die die Symptome lindern und im besten Fall sogar die Inkontinenz beheben können", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt zu dem neuenInformationsangebot. Die Verfahren seien etabliert, es hätten bereits viele Patienten von einer operativen Therapie profitiert, so der BVMed. Betroffene sollten sich daher bei Problemen an einen Arzt wenden, um eine individuelle Therapie zu erhalten.
Inkontinenz tritt als Folge von verschiedenen Grunderkrankungen auf. Nach Expertenschätzungen sind in Deutschland rund 9 Millionen Menschen von Inkontinenz betroffen. Ihre Behandlung fällt in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Die Betroffenen haben daher einen Anspruch auf eine adäquate, medizinisch notwendige Versorgung. Die Wahrscheinlichkeit für die Erkrankung steigt mit dem Alter. Jedoch können auch schon junge Menschen betroffen sein.
Die Harninkontinenz betrifft dabei deutlich mehr Frauen als Männer. Junge Frauen sind vor allem bei den schwereren Formen der Stuhlinkontinenz häufiger betroffen. Obwohl die Inkontinenz die Betroffenen häufig stark belastet, sucht nur ein geringer Anteil der Patienten ärztliche Hilfe. Dasneue Internetangebot informiert, welche Formen der Inkontinenz es bei Frauen und Männern gibt und welche Therapien jeweils möglich sind.