Ob zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus – langes Liegen oder Sitzen geht für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, mit einem hogen Risiko für Dekubitus einher. Laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse ist der Anteil der Betroffenen stark gestiegen. Demnach mussten im vergangenen Jahr rund 80 Prozent mehr Menschen aufgrund einer solchen Hautschädigung ärztlich behandelt werden als noch vor zehn Jahren, teilt die Krankenkasse mit.
„Das ist eine alarmierende Entwicklung, die sicherlich auf unseren demografischen Wandel und die alternde Bevölkerung zurückzuführen ist“, erklärt Friederike Beister, Pflegeexpertin der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Denn vor allem bei Menschen über 70 Jahren tritt Dekubitus vermehrt auf. Fast drei Prozent der Versicherten ab diesem Alter waren im Jahr 2021 von einem Druckgeschwür betroffen.
Auch wenn die Gefahr in der Pflege inzwischen hinlänglich bekannt ist, erfolge die Versorgung nicht immer nach medizinischen Expertenstandards. „Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Pflegepersonal, pflegende Angehörige und Betroffene wissen, welche Präventionsmaßnahmen getroffen werden können und wie bei ersten Anzeichen für einen Dekubitus bestenfalls reagiert werden sollte“, sagt Friederike Beister.
Um über die Gefahren und konkreten Möglichkeiten der Vorsorge zu informieren, veranstaltet die KKH in Kooperation mit der Famplus GmbH am Dienstag, 18. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr ein Online-Pflegeseminar. Die Teilnahme ist auch für Nicht-KKH-Mitglieder kostenlos.