Ziel der Kooperation sei es, auf europapolitischer Ebene Lösungen für die Probleme bei der Umsetzung der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) voranzutreiben. Der deutsche Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und das französische „Syndicat National de l’Industrie des Technologies Médicales“ (SNITEM) fordern in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem einen raschen Ausbau der Kapazitäten der Benannten Stellen sowie einen sinnvollen Einsatz der vorhandenen Ressourcen durch einen pragmatischen Umgang mit Bestandsprodukten.
„Mit BVMed und SNITEM schreiten die beiden wichtigsten nationalen Verbände in der EU gemeinsam voran, um den Flaschenhals der MDR-Implementierung zu entzerren. Dazu gehört unter anderem die Verschiebung der Übergangsperiode der MDR. Ansonsten werden wir den drohenden Engpass bei den Zertifikaten aufgrund der begrenzten Ressourcen der Benannten Stellen nicht bewältigen“, so SNITEM-Geschäftsführer Eric Le Roy.
„Oberstes Ziel der Bemühungen muss es sein, die medizinische Versorgung der Menschen mit sicheren und modernen Medizinprodukten kontinuierlich zu gewährleisten. Das Zeitfenster für Lösungen schließt sich, wir müssen jetzt handeln!“, fordert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Er betonte, dass Deutschland und Frankreich zusammen für über 50 Prozent des Medizinproduktemarktes in der EU stehen. „Hier entsteht eine starke Allianz, die jetzt in Europa vorangeht“, so Möll.