Durchschnittlich 8,5 Stunden am Tag sitzen Menschen in Deutschland. Das zeigt die nun veröffentlichte Studie, die zwischen 2.800 Personen im Alter ab 18 Jahren telefonisch durchgeführt wurde. Im Jahr 2018 war es noch eine ganze Stunde weniger. Dabei gibt es laut Studie Unterschiede im Alter: Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 bis 29 Jahren sitzen mit 10,5 Stunden am häufigsten.
Auch in den Bereichen Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum und Stressempfinden leben die Deutschen laut der Studie so ungesund wie zuletzt 2010. Trauriger Spitzenreiter ist dabei Nordrhein-Westfahlen: Hier leben nur rund 7% der Befragten einen gesunden Lebensstil. Sachsen ist mit 18% das am gesündesten lebende Bundesland. Paradox: Viele der Befragten fühlten sich mehrheitlich gesund, lebten aber nicht so, erklärt auch der Studienleiter Prof. Ingo Froböse bei der Vorstellung der Studie. Vielen Menschen fehle der gesunde Ausgleich zum stressigen Alltag, so die Studie. Während 2018 noch 57% von einem niedrigen Stresslevel sprachen, sind aktuell nur rund 40% der Befragten sicher, kaum Stress zu haben. Dies, sowie der gestiegene Konsum von Tabak und Alkohol, seien auch auf die angespannte Pandemie-Situation zurückzuführen.
Die Studie sieht in der Entwicklung einen gestiegenen Handlungsbedarf. Besonders Krankenversicherer seien nun gefordert, durch gezielte Aufklärung zu einem gesundheitsbewussteren Verhalten der Bürger beizutragen.