Mit dem Rückzug aus dem Vorstand der Bauerfeind AG endet eine Ära: 59 Jahre war Prof. Hans B. Bauerfeind im operativen Geschäft des Familienbetriebes tätig, von 1972 bis 2019 als Firmenchef. Seit Februar 2021 besteht der Bauerfeind-Aufsichtsrat damit aus Prof. Hans B. Bauerfeind (Vorsitzender), Prof. Rainer Kirchdörfer (Stellvertreter), Klaus-Dieter Laidig, Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger und Beatrix Bauerfeind-Johnson, teilt der Hilfsmittelhersteller aus Zeulenroda mit.
„Als Vorsitzender des Aufsichtsrates werde ich darauf schauen, was im Unternehmen passiert und so daran mitwirken, dass sich die Firma weiter gut entwickelt“, erklärt Bauerfeind, der im Juli 2020 seinen 80. Geburtstag feierte und zum 1. Januar 2020 den Vorstandsvorsitz an Rainer Berthan übergeben hatte.
Bauerfeind machte aus der 1929 in Zeulenroda von seinem Großvater Bruno Bauerfeind gegründeten kleinen Gummistrumpfwirkerei einen weltweit agierenden Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen, Bandagen, Orthesen und orthopädischen Einlagen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern. Dabei fühlte sich der Unternehmer, der im Jahr 2000 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, stets den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet – und seiner thüringischen Heimat. Nach dem Fall der Mauer beschloss Bauerfeind 1991, mit der Firma nach Zeulenroda an die Wurzeln des Familienbetriebes zurückzukehren.