Dabei war das Unternehmen nach eigenen Angaben von einer allgemein schwächeren Entwicklung in einigen Absatzmärkten betroffen, speziell in den beiden Märkten für verschreibungspflichtige Wundversorgungsprodukte in Deutschland und Frankreich.
Das bereinigte EBITDA lag mit 125,8 Mio. Euro um 10,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die bereinigte EBITDA-Rendite belief sich auf 10,4 %. Diese Ergebnisentwicklung führt Hartmann vor allem auf vorgelagerte höhere Vertriebs- und Marketingausgaben im Rahmen der Einführung neuer Produkte sowie auf Materialkostensteigerungen insbesondere bei Zellstoff zurück.
Umsatzentwicklung der Segmente
Der Umsatz im Segment Inkontinenzmanagement ist erneut gestiegen. Dazu trugen insbesondere Inkontinenzhosen bei.
Im Segment Wundversorgung verzeichnete v. a. die moderne Wundversorgung mit atraumatischen Verbandstoffen wie Zetuvit Plus Silicone Border ein Wachstum.
Das Segment Infektionsmanagement entwickelte sich insgesamt stabil, in den einzelnen Produktgruppen jedoch uneinheitlich. Während die Umsätze bei Flächen- und Händedesinfektion stiegen, war das Handelsgeschäft mit Schutzprodukten rückläufig.
Das Segment Komplementäre Divisionen blieb im ersten Halbjahr 2025 auf dem Umsatzniveau des Vorjahres.
Ausblick 2025
Hartmann will sein Transformationsprogramm fortsetzen. Es werde im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren etwa 50 Mio. Euro zum Ergebnis beitragen.
Für das Geschäftsjahr 2025 plant Hartmann weiterhin mit einem moderaten Umsatzwachstum. Aufgrund schwächerer Absatzmärkte, gestiegener Zölle sowie Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen reduziert der Hersteller seine Prognose für das bereinigte EBITDA von bisher 260 bis 300 Mio. Euro auf 250 bis 290 Mio. Euro.