Die Stimmung liegt nun mit einem Wert von -10,5 wieder deutlich im negativen Bereich, wie die aktuellen Umfrageergebnisse des Stimmungsbarometers für Heilberufe zeigen.
„Verschlechtert hat sich vor allem die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage“, berichtet Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit. Verglichen zum Vorquartal sank diese um 9,0 Punkte. „Die Erwartung für die kommenden sechs Monate ist zwar auch zurückgegangen, aber mit 2,4 Punkten bei weitem nicht so stark.“
Am deutlichsten brach die wirtschaftliche Stimmung bei den Logopäden (-12,8 Punkte) und den Apothekern (-16,1 Punkte) ein. Auch bei den Heilpraktikern (-3,5 Punkte), Physiotherapeuten (-3,8 Punkte) und Hebammen (-3,9 Punkte) sanken die Stimmungswerte, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß. Positiv entwickelte sich lediglich die Stimmung der Ergotherapeuten, die um 0,9 Punkte anstieg.
Wenig Bewegung gab es bei den Faktoren, die sich negativ auf die Arbeitssituation der Heilberufler auswirken: Am häufigsten genannt wurden erneut Vorgaben durch Politik, Selbstverwaltung oder gesetzliche Regelungen (60,9 Prozent). Die Digitalisierung belastete 40,2 Prozent der Heilberufler, die eigene Arbeitszeit nahmen 39,8 Prozent als negativ wahr.
Über das Stimmungsbarometer
Das Stimmungsbarometer gibt differenziert Auskunft darüber, wie die ambulant tätigen Heilberufler in Deutschland ihre aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzen und welche Entwicklung sie in den kommenden sechs Monaten erwarten. An der repräsentativen Erhebung im dritten Quartal 2025 nahmen 440 Heilberufler teil.