Ein Schleifroboter mit Förderband dominiert das Schaufenster. Und auch vom Verkaufsraum ist die Maschine nur durch eine Glaswand getrennt. Der erste Flagship-Store des koreanischen Brillenanbieters Yun in Berlin, der vor rund einem Jahr eröffnet wurde, hat mit dem eines traditionellen Optikers wenig zu tun.
Das Geschäft zeichnet sich durch sein reduziertes Design aus. Auf einem futuristisch anmutenden Laufband wandern die Brillen in Richtung der Glasschleifmaschine, bevor sie anschließend von Hand angepasst und fertiggestellt werden. Das Interior Design und die Fertigungsanlage, genannt "Yun Lab", sollen den Besuchern gegenüber modernste Technologie und Professionalität dokumentieren.
Yun wurde im Oktober 2015 gegründet und hat sich auf Brillen und Gläser spezialisiert. Über 40 verschiedene Brillenmodelle bietet die Marke an. Zählt man alle Farbvarianten dazu, gibt es mehr als 120 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten. Dazu gehören Modelle mit reinem Korrekturglas ebenso wie Sonnenbrillen mit und ohne Stärke.
Der Anbieter setzt nach eigenen Angaben auf beste Qualität – und viel Tempo: Die fertige Sehhilfe soll im Shop innerhalb von 20 Minuten fertiggestellt werden. In Berlin kooperiert Yun zudem mit dem Start Up "Liefery". Dieser liefert die Brillen in der Hauptstadt binnen zwei Stunden aus. Außerhalb soll die Lieferzeit einen Tag betragen. Schließlich können Kunden ihre Brille auch online bestellen. Nachdem die benötigten Daten übermittelt wurden, werde die Brille sofort produziert wird.