Das Programm sei ein Mix aus weltweit anerkannten Rednern aus der Medizin und physikalischen Therapie sowie thematisch eine Mischung aus primären und sekundären Lymphödemen, deren Ursachen, Behandlungsoptionen und vielem mehr, betonte die wissenschaftlichen Leiterin Dr. Kristiana Gordon. Rund 350 Interessierte aus der ganzen Welt hatten sich zum Livestream registriert.
Aus Hinterzarten in Deutschland war unter anderem Dr. med. Tobias Bertsch zugeschaltet. Er beleuchtete die klinischen Aspekte, die Pathophysiologie und die Therapie von Adipositas-bezogenen Lymphödemen. Es reiche nicht aus, sich auf das Lymph- oder Lipödem zu fokussieren, wenn die Patienten übergewichtig seien, sondern man müsse auf die Ursachen achten, die oftmals auch Adipositas oder andere Krankheiten sein können.
Dr. Giovanni Mosti, Lucca, Italien, betonte in seinem Beitrag, dass Selbstmanagement bei Patienten nicht eigenständige Selbsttherapie bedeute und Nachsorge und regelmäßige Kontrolltermine unbedingt erforderlich seien. Selbstmanagement mit z.B. Compression Wraps, sei ergänzend zur Therapie zu sehen. Unelastische Materialien könnten durch großen Druck und Massageeffekt eine signifikante Verbesserung der beeinträchtigten venösen Hämodynamik erzeugen, benötigen aber geschultes Personal bzw. eine Schulung der Anwenderinnen und Anwender.
Das nächste Internationale Lymph-Symposium wird voraussichtlich im Herbst 2022 stattfinden.