Im Rahmen des DGPL-Kongresses (Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie) in Salzburg wurde der Juzo Forschungspreis in der Phlebologie verliehen. Die Auszeichnung ging an Thomas Fleischhauer, M. Sc., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg, für seine Arbeit im Forschungsprojekt „Ulcus Cruris Care“. Dieses widmet sich der Verbesserung der ambulanten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Ulcus cruris venosum (UCV).
Die Kompressionstherapie gilt als die wirksamste Behandlungsmethode in der Therapie des Ulcus cruris venosum, teilt Juzo mit. Die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Wundheilung mit leitliniengerechter Kompressionstherapie sei 3,6-mal höher als ohne. Studienberichte des Projekts zeigten jedoch, dass die Kompressionstherapie trotz ihres Status‘ gerade einmal bei 14 % der Patientinnen und Patienten angewendet werde.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Kompressionstherapie in den Vordergrund der Behandlung zu rücken und mit einem patientenorientierten sowie evidenzbasierten Konzept die Versorgungslücke in der hausärztlichen Praxis zu schließen. Dabei soll eine zielgerichtete Patientenedukation erfolgen.
„Mit Ulcus Cruris Care schaffen wir eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Evidenz und praktischer Versorgung“, so Thomas Fleischhauer. „Die Auszeichnung mit dem Juzo Forschungspreis ist eine große Anerkennung für unser Forschungsprojekt und ein starkes Signal für die Bedeutung patientenzentrierter Versorgungskonzepte in der UCV-Versorgung.“
Mit dem Forschungspreis Phlebologie fördern Juzo und die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie die Forschung, welche sich auf die interdisziplinäre Kompressionstherapie fokussiert. „Die Auszeichnung wird seit 2019 jährlich an der Jahrestagung des DGPL vergeben und würdigt Projekte, die durch innovative Ansätze die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit venösen Erkrankungen nachhaltig verbessern“, so Ulrich Frey, Leiter Medical Affairs bei Juzo.