Elektronische Anwendungen müssen stärker genutzt werden, um die Versorgung der Patienten zu verbessern. Dazu gehören telemedizinische Anwendungen, vernetzte Versorgungssysteme, aber auch elektronische Abrechnungsprozesse, um Prozesskosten zu senken. Das verdeutlichten die Experten und die Fallbeispiele der MedInform-Konferenz "Der eGesundheitsmarkt" am 9. Dezember in Köln. Neben Projekten wie dem eWundbericht wurden auch Dienstleistungen zum Outsourcing der Abrechnungsprozesse für Hilfsmittel-Leistungserbringer vorgestellt.
Dr. Jürgen Faltin vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium sagte, man dürfe sich nicht von den Problemen mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) entmutigen lassen. "Der elektronische Gesundheitsmarkt mit seinen versorgungsrelevanten Angeboten wird kommen – mit oder ohne eine eGK", so Faltin. Im Mittelpunkt müsse die verbesserte Versorgung der Patienten stehen, und nicht ein Ausgleich von unterschiedlichen Interessen der Player im Gesundheitsmarkt. Einen Schub erwartet sich Faltin dabei von dem angekündigten eHealth-Gesetz. "Die Zeit des Zögerns ist vorbei", war die optimistische Botschaft von Prof. Dr. Arno Elmer von der gematik. Die Telematik-Infrastruktur als großes Vernetzungsprojekt stehe. Die Erprobung beginnt 2015 in den Testregionen Nordwest und Südost. In dem bundesweiten Netz sind alle zurzeit 131 gesetzlichen Krankenkassen eingebunden. Elmer: "Die Autobahn steht. Die Karten sind draußen. Jetzt müssen schnell die Anwendungen kommen.“
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung finden Sie in der Januar-Ausgabe von GesundheitsProfi.