„Wir müssen damit Krankheiten früher erkennen, aber auch Pflegekräfte besser unterstützen und entlasten“, sagte die Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion im Gesundheitsausschuss auf dem Gesprächskreis Gesundheit des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) am 17. Oktober 2024 in Berlin. Die offene Frage sei, wie die erforderlichen Investitionen in moderne Technologien finanziert werden können.
Zum aktuell diskutierten Pflegekompetenzgesetz (PKG) verwiesen die Teilnehmenden aus dem Bereich der Hilfsmittel-Leistungserbringer auf die Notwendigkeit, alle qualifizierten Pflegefachpersonen einzubinden. Maßgeblich sollte die Qualifikation einer Pflegefachperson für die erweiterte pflegerische Tätigkeit sein, nicht die Institution. „Dieser Gedanke ist mir persönlich sympathisch“, sagte Lütke, der Verhandlungsstand sei aber offen.
Am Tag des Beschlusses der Krankenhausreform bezeichnete die FDP-Politikerin die Reform als erforderlich. „Wir waren uns alle einig, dass wir eine Reform benötigen. Wir brauchen eine bessere Ergebnisqualität für die Menschen.“ Man werde aber erst in einigen Jahren beurteilen können, ob die Reform erfolgreich sein wird – und ob an der ein oder anderen Stelle auch noch nachgesteuert werden muss. Jetzt stehe noch das Gesundheitsversorgungs-Stärkungsgesetz (GVSG) an, um die ambulante Versorgung zu stärken. Das GVSG soll vor Jahresende seinen Gang nehmen.
Aufgrund der steigenden Versichertenbeiträge sprach sich die FDP-Politikerin für eine Strukturreform aus, um Effizienzpotenziale zu heben und Prozesse zu entbürokratisieren. Reformen seien auch in der Pflegeversicherung erforderlich. „Wir müssen hier unabhängiger werden vom reinen Umlagesystem.“