Die Branche habe große Potenziale in der Kommunikationsarbeit, muss aber je nach Produktart die Ärzte früh einbinden und die Medien strategisch und gezielt auswählen, teilt der BVMed mit. Strategische Kommunikationsarbeit hat ein Ziel und stimmt die Zielgruppen, Inhalte, Maßnahmen und Kanäle auf dieses Ziel ab. Kommunikationsziele in der MedTech-Branche sind dabei so vielfältig wie die Zielgruppen. Es können zuweisende Ärzte, Krankenhäuser, Kassenmanager, die Politik, die Versicherten oder Patienten sein.
Martina Röck von SCA Hygiene Products zeigte in einer Fallstudie, dass Tabuthemen wie Männer-Inkontinenz sehr offen und humorvoll kommuniziert werden können. Jann Ohlendorf von Carl Zeiss Meditec berichtete von guten Erfahrungen mit einem Journalistenworkshop. Medtronic setzt bei der Kommunikation der Arbeitgebermarke sehr offensiv auf soziale Medien wie Kununu, Facebook und Twitter, wie Anne Foerges aufzeigte. Marketingberaterin Franziska Preißing warb dafür, die Erstattungssituation schon in der frühen Phase der Entwicklung eines Produkts zu analysieren und in die Marketingstrategie einzubinden.
BVMed-Kommunikationsleiter Manfred Beeres warb dafür, dass die Kommunikation der Branche konkreter werden muss. "Wir brauchen konkrete Patientengeschichten. Wir müssen mehr die wahren Experten für die medizintechnische Versorgung zu Wort kommen lassen: die Ärzte, die Pflegekräfte, die Patienten.“