Hier eine Packung Taschentücher, da ein paar Gummibärchen oder eine Probe Gesichtscreme – neben Kundenzeitschriften sind das die häufigsten kostenlosen Zugaben in der Apotheke. Das geht aus der aktuellen Monatsfrage der Apothekenkonjunkturindex-Befragung (APOkix) des IFH Köln hervor. 83 Prozent der Befragten geben Taschentücher häufig zum Kauf dazu. 78 Prozent der befragten Apothekenleiter geben an, dass sich ihre Kunden über kostenlose Zugaben freuen. Dies ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) allerdings nur noch bei rezeptfreien Produkten möglich.
Die befragten Apothekenleiter begrüßen mehrheitlich (66%) das Urteil des BGH zum Verbot kostenloser Zugaben bei der Abgabe rezeptpflichtiger Arzneimittel. Trotz überwiegender Zustimmung zum Urteil sehen die Befragten vor allem Wettbewerbsnachteile und Unverständnis auf Kundenseite auf sich zukommen. So erwarten rund 90 Prozent eine wachsende Konkurrenz für deutsche Apotheken vor allem hinsichtlich des Versandhandels, da das europäische Ausland nicht von dem Verbot betroffen ist.
Konjunkturindex auf Jahrestiefstwert
Im Juli sind die befragten ApothekenleiterInnen nicht optimistischer gestimmt als in den Vormonaten. Der Indexwert für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sank auch im Juli und landet bei nur noch 75,9 Punkten – der bisherige Jahrestiefpunkt. Damit liegt der Wert ganze zehn Indexpunkte unter dem Vorjahr. Lediglich 16 Prozent der APOkix-Teilnehmer beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage positiv.