Sport ist Ausdruck von Bewegungsfreude oder Motivation im Wettkampf. Für alle Kinder und Jugendlichen. Allerdings haben es die mit körperlichem Handicap dabei schwerer. Um ihnen zu helfen, haben der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und Paralympics-Förderer Ottobock erstmals das Sport-Wochenende "Talent days" in Duderstadt organisiert. "Wir können nur eindringlich die Hoffnung aussprechen, dass wir die Geburt eines neuen Formats erlebt haben, das in Zukunft mehr Kinder und Jugendliche an den Sport heranführt", fasst DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher seine Eindrücke eines Wochenendes unter Regie des Goldmedaillengewinners Heinrich Popow zusammen.
Björn Barthon, Orthopädietechniker der Reha-OT Lüneburg, hat eine prägnante Antwort darauf, warum Kinder nach einer Amputation überhaupt Sport treiben sollen: "Weil Kinder ohne Prothese auch Sport machen. Kinder haben nun mal diesen Bewegungsdrang." Das Besondere an den Talent days ist für ihn, der zeitgleich ein Seminar bei Ottobock besucht und immer mal wieder auf dem Sportplatz vorbeischaut: "Wir Orthopädietechniker kommen von der technischen Seite, können aber nicht das weitergeben, was erfahrene Nutzer der Sportprodukte weitergeben können. Hier verbindet sich die technische mit der sportlichen Kompetenz."