Klaus-Jürgen Lotz verzichtete anlässlich der offiziellen Eröffnung der OTWorld am 15. Mai bewusst auf eine politische Rede. Stattdessen appellierte er an den gegenseitigen Respekt aller an der Versorgung der Patienten beteiligten Personen. Die OTWorld in Leipzig biete dafür die optimale Plattform. Schließlich komme die Branche hier nach Hause und binnen einer Stunde entwickle sich ein unglaublicher „Teamspirit.“
OTWorld: Appell an Interprofessionalität
Der diesjährige Kongresspräsident Prof. Dr. Volker Bühren rief den Kern des Orthopädiehandwerks in Erinnerung. Es gehe um die „Freude an der Bewegung und am Leben“. Die Orthopädie habe sich in den letzten Jahren daher auch gewandelt. In der Vergangenheit seien die Orthopäden bei „einem perfekten Röntgenbild“ zufrieden gewesen. Seit dem Jahr 2000 gehe es um die lebensqualität und die Teilhabe. Der Begriff der „Interdisziplinarität“ beinhalte immer noch „ein Mäuerchen“ zwischen den Versorgungspartnern. Bühren spricht daher lieber von Interprofessionalität. Ziel sei hier, „ auf höchstem Niveau miteinander umzugehen“.
Die Technik spiele einen immer wichtigeren Stellenwert. Dabei dürfe aber nicht vergessen werden, dass de Mensch „komplett analog“ funktioniere. Die operative Medizin und die Rehabilitation müsse daher eng mit der Orthopädietechnik zusammenarbeiten und ich „gegenseitig befruchten“.