Den Blick über den Tellerrand der Sanitätshaus- und Hilfsmittelbranche beherrschen sie bei der Rehavital. Trendforscher Sven Gábor Jánszky, Leiter des nach eigenen Angaben größten europäischen Zukunftsinstituts 2b Ahead Think Tank, entführte die Teilnehmenden auf den Kongress Rehavision ins Jahr 2030 – in eine Zeit, in der Echtzeitdaten zuverlässige Prognosen erlauben. „Sie sind heute zu 23 Prozent krank“, begrüßt einen in der Zukunft die App am Morgen. Die Polarität zwischen gesund und krank, die sich z.B. in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung AU ausdrückt, habe ein Ende. Und Jánszky fragt, was daran komisch sein solle? Denn ein fließender Übergang komme der Realität sicherlich näher.
Eingebunden in eine Gesprächsrunde mit den Fachhändlern Matthias Lettermann (Sanitätshaus Lettermann) und Thomas Möller (Sanitätshaus Stolle) sowie Patrick Grunau und Jens Sellhorn von der Rehavital erläuterte Andreas Arntzen, CEO des Wort & Bild Verlag, seinen Blick auf die Branche. Arntzen ist Gründer mehrere Digitalgesellschaften, darunter u.a. Parship. Wort & Bild gehört außerdem zu den Gründern der Plattform gesund.de. Seine Prinzipien in einem dynamischen Umfeld lauten: Neugier, positives Denken und Partnerschaften. Wenn der Wandel nicht greifbar sei, müsse man sich zunächst vernünftige Fragen stellen. „Dafür muss man Dinge ausprobieren und in die Welt eintauchen.“
Rehavision liefert Denkanstöße
Jens Sellhorn
- Wir sind nicht mutig genug und zu nett zueinander.
Sven Gábor Jánszky
- Was Sie heute als Fachkräftemangel bezeichnen, ist Kindergarten. Es wird viel schlimmer.
- Menschen vertrauen Geräten mehr als anderen Menschen und sich selbst.
- Stichwort Kundensegmente: Die Digitalisierung verändert und verkleinert den Standardbereich.
- Die Möglichkeiten der Zukunft oder die Erfahrungen der Vergangenheit: Wem vertrauen Sie mehr?
Andreas Arntzen
- Erfolg ist der größte Widersacher für Veränderungen
- Ich habe Riesenrespekt vor dem, was ich nicht kenne
- Erst Wettbewerber machen die eigene Leistung sichtbar
- Der Service in drei Sanitätshäusern war „echt unterirdisch. Ich bekomme 0,0, wenn ich das mit anderen Firmen vergleiche.“
Matthias Lettermann
- 0,8 Prozent des Umsatzes als Marketingaufwand: „Das klingt gering“, dafür dass wir für den Kunden sichtbar sein wollen.
Der ausführliche Bericht über den Branchenkongress erscheint in der Juli-Ausgabe von GesundheitsProfi.