Hintergrund der Entscheidung ist der neue Gesellschafts- und Partnervertrag, den die RehaVital im November 2016 verabschiedet hat. "Gemäß neuer Vertragsstruktur können wir Allianzgruppierungen nur akzeptieren, wenn deren Mitglieder ausschließlich Mitglieder der RehaVital sind", führt Ralf Kaspar Kemmerling, Geschäftsführer der RehaVital aus. "Auf diese Weise gewährleisten wir, dass unsere Dienstleistungen nicht indirekt Dritten zur Verfügung stehen."
Zu NetworCare gehören acht Mitglieder – sechs RehaVitaler sowie zwei "Nicht-RehaVitaler". Sie wollen sich auf dem dynamischen HomeCare-Markt neu ausrichten. Konzerne oder konzernähnliche Gruppierungen träten zunehmend als Wettbewerber auf und verdrängten mit überregionalen Strukturen und aggressiver Preis- und Wettbewerbspolitik die Anbieter vor Ort. Die NetworCare versteht sich als homogene Gemeinschaft mittelständischer Unternehmen und bildet demgegenüber eine überregionale Struktur, um der Konzernkonkurrenz zu begegnen. "Unsere Betriebe sind der Überzeugung, dass sie diesen Markt schneller, verbindlicher und aktiver bearbeiten können, wenn sie ihren eigenen Weg gehen" sagt NetworCare-Geschäftsführer Frank Rogge. "Dafür sind die NetworCare Unternehmen auch bereit, auf Leistungen zu verzichten, die möglicherweise nur eine große Gemeinschaft wie die RehaVital in ihrer Breite anbieten kann."
Auch die RehaVital stelle sich mit neuen Mitarbeitern, neuem Fachbereichskonzept und klarer Fokussierung den Herausforderungen im HomeCare-Markt. Dennoch seien beide Seiten überzeugt, dass nur ein klares und voneinander abgegrenztes Profil beiden Gruppierungen die Stärke und die Position im Markt sichert sowie neues Vertrauen bei den Marktpartnern schafft.