Rückenschmerzen zählen in der deutschen Bevölkerung zu den Volksleiden, teilt die Industrievereinigung Eurocom mit. Sie seien nach Aussage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) eine der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit und laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland der häufigste Anlass für eine Vorstellung beim Orthopäden. Rückenbandagen und -orthesen gehören zum festen therapeutischen Repertoire von Allgemeinmedizinern, Orthopäden und Sporttherapeuten, um dauerhafte Rückenschmerzen zu lindern, Patienten zu mehr Mobilität zu befähigen und wieder fit für den Alltag zu machen. Mit Erfolg: 81 Prozent, so die Quintessenz einer repräsentativen Patientenbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach, attestieren ihrem Hilfsmittel einen hohen bzw. sehr hohen Nutzen.
Die therapeutische Relevanz von Rückenbandagen und Rückenorthesen habe gleichzeitig eine hohe politische Signalwirkung, betont Eurocom-Geschäftsführerin Oda Hagemeier: „Sie ist als Auftrag zu verstehen, dass sich Patient:innen auf eine den strengen EU-Auflagen folgende Versorgung mit sicheren, qualitativ hochwertigen Hilfsmitteln verlassen können müssen – auch und gerade mit Blick auf den Onlinehandel. Dieser aber ist durch teils unfaire Praktiken gekennzeichnet. Es kann nicht angehen, dass meist außerhalb von Europa ansässige Billiganbieter mit Produkten in den EU-Markt drängen, ohne dessen Regeln zu befolgen. Sie setzen damit sowohl die Patient:innensicherheit aufs Spiel als auch faire Wettbewerbsregeln außer Kraft. Wir fordern daher, dass die EU-Konformität der auf Onlineplattformen vertriebenen Produkte überprüft wird.“