Seit dem 1. Januar 2023 haben laut mehr als 4.400 Praxen E-Rezepte ausgestellt. „Die Zahl der wöchentlich ausgestellten E-Rezepte ist auch nach dem Pausieren der Regionen Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein nicht zurückgegangen. Ein Indiz dafür, dass das E-Rezept für Praxen keinen Nachteil hat. Wir hören von vielen Ärztinnen und Ärzten sogar, dass das E-Rezept schon jetzt zeitliche Vorteile mit sich bringt“, so Hannes Neumann, Produktmanager der Gematik. Das Dashboard der Gematik liefert einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen.
Dr. Peter Münster, Facharzt für Allgemeinmedizin, arbeitet bereits mit der elektronischen Verordnung: „Alles in allem macht die verschlankte Administration beim E-Rezept für die MFA am Empfang heute bereits etwa drei Stunden pro Woche aus, das ist fast ein halber Arbeitstag. Für mich ist es eine knappe Stunde in der Woche. Das ist eingesparte Zeit, die wir für die Patientenversorgung einsetzen können.“
Die Apotheken sind mittlerweile deutschlandweit in der Lage, neben dem klassischen Papierrezept auch elektronische Verordnungen zu verarbeiten. Apotheker Dr. Björn Schittenhelm hat bereits erste Erfahrungen mit der elektronischen Verordnung gesammelt: „Das E-Rezept ist ein volldigitaler Prozess, der uns die Arbeit erleichtert und Übertragungsfehler und damit Fehlmedikation verhindert.“