Nach vorläufigen Berechnungen des Deutschen Industrieverbands Spectaris auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes wuchs der Gesamtumsatz der rund 2.700 Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten nominal um 1,3 Prozent auf 91 Milliarden Euro. Während der Inlandsumsatz mit 30 Milliarden Euro stagnierte, legte das internationale Geschäft um 1,9 Prozent auf 61 Milliarden Euro zu. Die Exportquote liegt damit bei 67 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten stieg um 2,3 Prozent auf fast 360.000 Mitarbeitende.
Nach einem Umsatzplus von fast 7 Prozent im Jahr 2023 zeigt das aktuelle Ergebnis, dass die Konjunkturschwäche auch in diesen Branchen Spuren hinterlassen hat. Trotz ihrer Robustheit im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftszweigen des produzierenden Gewerbes werde deutlich, dass die Dynamik der vergangenen Jahre nicht aufrechterhalten werden konnte. Um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, braucht es gezielte wirtschaftspolitische Impulse, ist der Verband überzeugt.
Jörg Mayer, Geschäftsführer von Spectaris, kommentiert die Branchendaten: „Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Spectaris-Branchen konfrontiert sind: Ungebremst zunehmende Regulierung, internationale Handelshemmnisse und ein zu langsamer Fortschritt bei der Digitalisierung erschweren es unseren Mitgliedsunternehmen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Gezielte Maßnahmen sind notwendig, um die Wachstumsdynamik wieder anzukurbeln und die Standortattraktivität Deutschlands zu stärken.“
Die Spectaris-Empfehlungen unter der Überschrift „Ein Zukunftsplan für den deutschen Hightech-Mittelstand“ finden sich hier zum Download.