In einer Reaktion auf das Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) stellt Spectaris zehn Empfehlungen vor, die darauf abzielen sollen, bürokratische Prozesse in der Hilfsmittelversorgung zu vereinfachen.
Die Empfehlungen von Spectaris gehen laut Verband Hand in Hand mit den Zielen des BMG, wie im Oktober 2023 im Eckpunktepapier zum Bürokratieabbau skizziert. Insbesondere konzentrieren sich die Vorschläge darauf, die bereits im Eckpunktepapier vorhandenen Maßnahmen zu optimieren und zu ergänzen.
Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik, betont, dass die Vorschläge von Spectaris darauf abzielen sollen, bürokratische Hürden zu überwinden und die Effizienz sowie Qualität in der Hilfsmittelversorgung zu steigern. Eine Schlüsselmaßnahme sehe die zeitnahe Anpassung der aktuellen Rahmenempfehlung vor, um Versorgungs- und Abrechnungsprozesse zu vereinfachen. Hierbei schlägt der Verband die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, die aus Experten der Krankenkassen und Hilfsmittel-Leistungserbringer besteht und die Zusammenarbeit effizienter gestalten soll.
Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der Einführung von einheitlichen Rahmenverträgen, die klare Regeln für Verwaltungs- und Abrechnungsprozesse festlegen, während die individuelle Verhandlung von Preisen und Dienstleistungen unberührt bleibt. Kuhlmann hebt hervor, dass dies einen klaren Unterschied zu anderen Vorschlägen darstellt, die den Wettbewerb unterbinden könnten.
Spectaris fordert verstärkte Digitalisierung in der Hilfsmittelversorgung. Kuhlmann kritisiert die Verschiebung der Anbindung der Hilfsmittel-Leistungserbringer an die Telematik-Infrastruktur auf 2027 und betont, dass viele Prozesse längst digitalisiert und damit unbürokratischer erfolgen könnten.