Prof. Dr. Denise Hilfiker-Kleiner, Präsidentin der gastgebenden Medizinischen Hochschule Hannover: „Die Frage, ob ‚Konservativ First?!’ der richtige Ansatz ist, bietet enormes Potenzial für Innovation und Weiterentwicklung. Gleichzeitig fordert sie uns heraus, kritisch zu hinterfragen, wie wir die Versorgung weiter verbessern können. Die Sicherung des OP-Erfolgs, die Entwicklung neuer Therapieansätze und die Förderung multiprofessioneller Teams sind hier entscheidende Bausteine.“
Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier, Vorstandsvorsitzender der DGIHV: „Leitlinien, Versorgungspfade und Lehrpläne müssen interdisziplinär abgestimmt und von Kostenträgern anerkannt werden. Gleichzeitig brauchen wir eine leistungsgerechte Vergütung, die Qualität und Effizienz belohnt. Und nicht zuletzt müssen wir den enormen bürokratischen Aufwand und seine Kosten senken. So geben wir am Ende weniger aus, erreichen aber mehr für die Gesundheit unserer Gesellschaft.”
Andreas Brandhorst, Referatsleiter Hilfsmittel im Bundesministerium für Gesundheit (BMG): „Gesetzliche Leistungsausweitungen sind angesichts der Finanzierungssituation der GKV unwahrscheinlich. Während die Kosten des Reha-Sports und des Funktionstrainings zur Leistungspflicht der GKV gehören, zählen die Förderung von Freizeitsport und Vereinssport nicht zu den Aufgaben der Krankenkassen bei der Hilfsmittelversorgung.“
Benedikt Ewald, Direktor Sportentwicklung beim Deutschen Behindertensportverband e.V.: „Denn in den meisten Fällen werden die Hilfsmittelverordnungen für den Sport durch die Krankenkasse abgelehnt. Der Grund: Freizeit-, Breiten- und Vereinssport werden nicht zu den allgemeinen Grundbedürfnissen des täglichen Lebens gezählt. Kein Wunder, dass von den mehr als 13 Millionen Menschen mit Behinderung in Deutschland 55 Prozent keinen Sport treiben.“