Hinter dem Strategiewechsel steht eine Gesetzesänderung in Norwegen. Die Muttergesellschaft Topro AS fertigte ihre Premiumprodukte bisher in einem Betrieb, der in erster Linie benachteiligte Menschen wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern und ihnen eine Zusatzqualifikation oder eine Berufsausbildung ermöglichen soll. Die wirtschaftliche Tätigkeit, wie die Rollator-Produktion, war dabei ein Nebeneffekt. Seit kurzem müssen aber wirtschaftliche Tätigkeit und gemeinnützige Bildungsaufgabe voneinander getrennt sein, wenn die Gemeinnützigkeit erhalten bleiben soll.
Deshalb hat Topro die Rollatoren-Produktion vom restlichen Unternehmen abgetrennt. Die neue Firma Topro Industri AS könne jetzt stärker nach wirtschaftlichen Kriterien agieren und hat Teile des Produktionsprozesses automatisiert. Zuvor sei das Hauptaugenmerk darauf gelegen, Rollatoren mit so vielen Handgriffe und Arbeitsschritten wie möglich zu fertigen, um Mitarbeiter in verschiedenen Gewerken fortzubilden. Jetzt ergänzen automatisierte Produktionsprozesse die handwerkliche Fertigung und erhöhten die Effizienz. "So entstehen Vorteile, die wir gerne an unsere Geschäftspartner weitergeben", sagt Markus Hammer, Vertriebsleiter und Prokurist bei Topro.
Durch die Ausgliederung der Topro Industri AS werde sichergestellt, dass Topro weiter seine soziale Verantwortung wahrnehmen könne. Die Mitarbeiter würden jetzt in anderen Divisionen und Entwicklungsbereichen eingesetzt.