VHC-Geschäftsführer Norbert Bertram begrüßte über 100 Teilnehmende aus den Reihen der VVHC-Mitgliedsunternehmen. Deren Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich an. Seit Herbst 2023 kamen 18 Unternehmen hinzu. Aktuell gehören dem VVHC 126 Unternehmen an, teilt der Verband mit.
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen insbesondere die strategischen Ansätze, mit denen sich der VVHC in seinen Gremien intensiv beschäftigt. Dazu gehören:
- 1. eRezept: Das Ziel des VVHC ist, dass alle Mitgliedsunternehmen TI-ready und eRezept-empfangsfähig sind, wenn es an den Start geht. Die Hilfsmittelbranche müsse so schnell wie möglich an die TI angebunden werden, um weitere Schritte zu ermöglichen.
- 2. Homecare-Therapie-Management: Der VVHC fordert eine umfassende gesetzliche und vertragliche Anerkennung der patientenindividuellen, systemrelevanten integrierten Homecare-Versorgungsleistung, in der eine pflegetherapeutische interdisziplinäre Therapieassistenz und das Versorgungsmanagement untrennbar miteinander verbunden sind.
- 3. Kassenverhandlungen und Kassenverträge: Der VVHC wird mit der Kompetenz seiner Mitgliedsunternehmen seine Bemühungen weiter deutlich verstärken, mit Krankenkassen auf partnerschaftlicher und konstruktiver Ebene neue Verträge zu verhandeln. Diese seien von zentraler Bedeutung für die Zukunft der Branche.
Die drei strategischen Ansätze stellen für den VVHC, neben weiteren Tätigkeitsfeldern, die Grundlage seiner Arbeit in den kommenden Jahren dar. Die Zukunft des Gesundheitswesens liege in der individuellen und häuslichen Versorgung der Patienten, betont Norbert Bertram. „Mit unserem Homecare-Therapie-Management gestalten wir die Entwicklung hin zu einer verstärkten ambulanten Versorgung aktiv mit. Ergänzend dazu benötigen wir eine schnell fortschreitende Digitalisierung, an der alle Akteure im Gesundheitswesen partizipieren, sowie Vertragspartner die gewillt sind, mit uns gemeinsam auch neue vertragliche Wege zu gehen. Maßgeblich in diesem Zusammenhang ist auch ein deutlicher Abbau der Bürokratie, die jedes Unternehmen zusätzlich belastet.“