Der Markt für Sanitätswaren lässt sich laut IFH Köln in sieben Teilmärkte unterteilen. Der größte Bereich ist der Sanitätswarenhandel, der mit 36,1 Prozent den größten Marktanteil ausmacht. Dazu gehören unter anderem therapeutische Bewegungsgeräte, Inhalatoren und Messgeräte. Dahinter folgen die Reha-Produkte (z. B. Gehhilfen, Krankenfahrzeuge, Toilettenhilfen) und der Orthopädie-Handel (z. B. Bandagen und Hilfsmittel zur Kompressionstherapie) mit jeweils 16,6 Prozent. Das Care-Segment, das unter anderem Inkontinenzhilfen umfasst, liegt bei 11,4 Prozent.
Während die meisten Bereiche stabile Anteile aufweisen, gibt es laut IFH zwei auffällige Entwicklungen: Der Teilmarkt-Sanitätswarenhandel konnte in den letzten acht Jahren um 13,1 Prozentpunkte wachsen und macht inzwischen mehr als ein Drittel des Gesamtmarktes aus. Im Gegensatz dazu steht das Care-Segment, dessen Anteil im gleichen Zeitraum um 8,4 Prozentpunkte gesunken ist.
Vertriebswege weitestgehend stabil
Die Vertriebskanäle des Sanitätswarenmarktes weisen in den letzten acht Jahren keine großen Veränderungen auf: Über den Sanitätsfachhandel (47,7 %) und das Orthopädietechnik-Handwerk (20,9 %) werden weiterhin mehr als zwei Drittel der Waren bezogen. Während der Sanitätsfachhandel ein leichtes Minus von 1,9 Prozentpunkten verzeichnet, wächst der Drogeriemarkt am stärksten. Mit einem Plus von 1,2 Prozentpunkten macht er nun nahezu fünf Prozent der Vertriebswege aus (4,9 %).
„Die Drogeriemärkte drängen weiter in den Gesundheitsmarkt vor – mit Erfolg. Durch die Erweiterung des Sortiments, beispielsweise durch Blutdruckmessgeräte oder Bandagen, machen sie den traditionellen Vertriebswegen Anteile streitig“, erläutert Dominik Kudet, Projektmanager am IFH Köln.