GP: Was heißt das konkret?
Hölper: Wir werden verschiedene Ansätze verfolgen. Einige Kunden haben bereits eine klare Vorstellung davon, welches Hilfsmittel sie benötigen. Diese Zielgruppe können wir schnell und effizient bedienen. Für andere Kunden, die noch nicht wissen, dass es Hilfsmittel gibt, die ihnen bei ihrem Problem helfen können, werden wir spezielle Suchfunktionen anbieten. Diese Funktionen sollen ihnen dabei helfen, passende Lösungen zu finden.
GP: Als wir im letzten Jahr miteinander sprachen, sagten Sie, dass Sie bei dem Projekt ein Stück weit in die Prozesse der Sanitätshäuser eingreifen würden, dies aber positive Effekte nach sich ziehe. Mit einer Online-Terminvereinbarung zum Beispiel lasse sich der Personaleinsatz besser planen. Gibt es weitere Beispiele?
Hölper: Wir wollen es den Kunden und unseren Mitgliedshäusern so einfach wie möglich machen. Wenn wir einmal eine Schnittstelle in die Branchensoftware programmiert haben, stehen uns viele Möglichkeiten offen. Unser Anspruch ist, dass Kunden automatisiert Services nutzen, ohne dass Mitarbeitende bei unseren Mitgliedern manuell tätig werden.
GP: Der Plattformgedanke lebt vom Austausch. Wo können Sie sich Kooperationen vorstellen z.B. mit Sanoa oder Anni.care?
Ulf Doster: Für uns ist jede Entscheidung eine Abwägung zwischen Eigenentwicklung und Zukauf. Dabei spielt die Frage nach Abhängigkeiten eine zentrale Rolle. Start-Ups im Markt streben danach, möglichst große und wertvolle Unternehmen aufzubauen. Für uns ist es entscheidend, Lösungen in der Geschwindigkeit des Marktes anzubieten, der in vielen Bereichen nicht sehr gut zu prognostizieren ist. Die Details sind dabei oft sehr komplex, und Zukäufe beschleunigen nicht zwangsläufig die Entwicklung. Daher kann ich nur allgemein antworten: Wir sind offen für Kooperationen, die unserer Gruppe Wettbewerbsvorteile verschaffen und die Plattform attraktiv machen. Unser Fokus liegt jedoch darauf, die richtige Geschwindigkeit für uns zu finden.