Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. Anett Reißhauer, Leitung Arbeitsbereich Physikalische Medizin und Rehabilitation an der Charité Berlin, stand am 30. April u. a. das Lipödem mit Fragestellung zur Adipositas sowie zur Adipositaschirurgie im Mittelpunkt. Schilddrüsenerkrankungen als wichtige Schnittstelle wurden ebenso beleuchtet. Darüber hinaus wurden klinische Fälle, das Lymphödem bei Multimorbidität und differentialindikative Entscheidungen zur Entstauungstherapie besprochen. Außerdem standen Vorträge zur chirurgischen und konservativen Therapie auf dem Programm. Die Live-Vorführung einer Entstauungstherapie ergänzte die Vorträge.
Anett Reißhauer setzte sich mit dem Thema „Pandemie und Lymphödem“ auseinander. Die Pandemie habe die Lymphologie beeinflusst und beeinträchtigt. Covid-19-bedingt hätten sich bei Patientinnen und Patienten mit Lymphödemen die Lebenszufriedenheit, die Anzahl von Arztkontakten, die Inanspruchnahme von Fitnessstudio, Rehasport und ambulanter Lymphdrainage reduziert. Dagegen hätten Arztkonsultationen bei Komplikationen, eigene sportliche Aktivitäten und die Inanspruchnahme der Videosprechstunde zugenommen hätten. Die Impfempfehlung der beiden lymphologischen Gesellschaften seien hilfreich gewesen, es sei jedoch auch zu Lymphknotenschwellung nach Impfung gekommen. Durch die notwendige Bauchlagerung in der Beatmung habe man einige ungewöhnliche Patientenfälle gesehen.
Ein ausführlicher Bericht über das 11. Berliner Lymphologische Symposium erscheint in der Juli-Ausgabe von Gesundheitsprofi.