Im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Informationsblätter zu 90 Themen erstellt.
Im Jahr 2018 wurden die beiden deutschsprachigen Kurzinformationen für Patienten über akute und chronische Rückenschmerzen überarbeitet. Grundlage ist die Nationale Versorgungsleitlinie „Nicht-spezifischer Kreuzschmerz“ sowie die zugehörige Patientenleitlinie.
Jetzt wurden die fremdsprachigen Versionen in Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch aktualisiert. Dafür beauftragt das ÄZQ nach eigenen Angaben Büros, die auf medizinische und pharmazeutische Fachübersetzungen spezialisiert sind. Das Besondere sei zudem, dass ehrenamtliche Muttersprachler mit medizinischen Kenntnissen die fremdsprachigen Texte überprüfen.
Alle fremdsprachigen Patienteninformationen sind kostenlos verfügbar. Das ÄZQ stellt sie als PDF-Dokumente zum Download bereit.
Hintergrund Rückenschmerzen
Wer seit kurzem Rückenschmerzen hat, für die es keinen eindeutigen Grund gibt, dem hilft vor allem Bewegung. Das steht u.a. in der Patienteninformation „Plötzlich Kreuzschmerzen – was kann ich tun?“ Andere Methoden, zum Beispiel Medikamente, kommen demnach nur unterstützend in Frage. Spritzen in den Rücken empfehlen Fachleute ausdrücklich nicht.
Die Information „Aktiv gegen dauerhafte Kreuzschmerzen“ richtet sich an Menschen mit Kreuzschmerzen, die schon mehr als zwölf Wochen andauern oder bei denen das Risiko dafür besteht. Seelische oder berufliche Probleme können zu dauerhaften Kreuzschmerzen führen. Wichtig ist: Bewegung im Alltag statt Bettruhe. Medikamente können die Behandlung unterstützen. Bei anhaltenden Schmerzen kann man auch an einem multimodalen Behandlungsprogramm teilnehmen.