Nach Erkennung der Schwachstelle, die einen nicht autorisierten Zugriff auf die von der AOK eingesetzte Software „MOVEit Transfer“ ermöglichte, waren die externen Datenverbindungen der betroffenen AOKs zu Leistungserbringern und Sozialversicherungsträgern wie der Agentur für Arbeit am vergangenen Donnerstag getrennt worden.
Bisher gebe es noch keine Hinweise auf einen Abfluss von Sozialdaten, teilt der AOK-Bundesverband mit. Aber die entsprechende Analyse durch den von der AOK beauftragten Dienstleister sei noch nicht abgeschlossen. Die Software „MOVEit Transfer“ wird von den AOKs Baden-Württemberg, Bayern, Bremen/Bremerhaven, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz/Saarland, Sachsen-Anhalt und Plus (Sachsen und Thüringen) sowie vom AOK-Bundesverband eingesetzt.
Das System zum Datenaustausch mit den externen Partnern konnte am 6. Juni auf neuen Servern und mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen wiederhergestellt werden. Dabei kommt eine vom Hersteller der Software zur Verfügung gestellte aktualisierte Version von „MOVEit Transfer“ zum Einsatz, in der die Sicherheitslücke geschlossen worden ist. Die betroffenen Partner würden informiert. Dies betrifft Leistungserbringer und Sozialversicherungsträger wie die Agentur für Arbeit. Firmenkunden seien nach aktuellen Erkenntnissen nicht direkt betroffen.