Die Hamburgerinnen und Hamburger sind die gesündesten Bürger Deutschlands, gefolgt von den Einwohnern Baden-Württembergs und Bremens. Thüringen bildet im Gesundheitsranking das Schlusslicht. Das geht aus dem neuen Morbiditäts- und Sozialatlas des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) hervor. „Der Morbiditäts- und Sozialatlas der Barmer bildet auf Basis von anonymisierten und standardisierten Versichertendaten die Krankheitslast der Bevölkerung bundesweit ab. In bisher einzigartigen interaktiven Grafiken wird deutlich, dass diese sehr unterschiedlich ist“, so Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.
Dem Morbiditäts- und Sozialatlas zufolge gibt es nicht nur bei der Krankheitslast insgesamt deutliche regionale Unterschiede, sondern auch bei einzelnen Erkrankungen. Demnach liegt der Anteil der Betroffenen mit Muskel-Skelett-Erkrankungen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt um bis zu 28 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Unterschiedlich hohe Krankheitslast je nach Berufsgruppe
Der Morbiditäts- und Sozialatlas bietet darüber hinaus einen vielschichtigen Überblick über die Krankheitslast in Deutschland nach Branchen. Demnach gibt es z.B. in keiner anderen Branche einen größeren Anteil an Menschen mit Kopfschmerzen oder Migräne als im Gesundheits- und Sozialwesen. „Der Morbiditäts- und Sozialatlas verdeutlicht, wie stark die Krankheitslast in einzelnen Berufsgruppen ist. Auf Basis dieser Daten kann zum Beispiel der Bereich Prävention weiter gestärkt werden. Das gilt insbesondere für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Hier sind passgenaue Angebote für Unternehmen unerlässlich, damit deren Belegschaft möglichst gesund bleibt“, sagte Straub.