Rehakind fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen:
Individuelle Lösungen statt Preisdeckel: Der Wegfall von Festpreisen bei fast allen Rollstühlen, Stehgeräten und weiteren Hilfsmitteln (wenige Ausnahmen) schafft Kostentransparenz und sorgt so für den Einsatz individueller, passgenauer Produkte für die alltagsrelevanten Ziele in Therapie und Lebenswelt der jungen Menschen.
Klare Altersdefinition: Kinder und Jugendliche werden einheitlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt. Im Vertrag für Hilfsmittel zur Beatmung und Tracheostoma (PG 12 und 14) endet die Kindheit bei der Barmer noch immer mit 12 Jahren. Das ist aus Sicht von Rehakind unverständlich, da gerade bei komplex beeinträchtigten Kindern Hilfsmittel in diversen Produktbereichen benötigt werden.
Fachkräfte mit Spezialwissen: Versorgung ausschließlich durch qualifizierte Fachkräfte mit mehrjähriger Erfahrung in der Kinder- und Jugendlichen-Versorgung, Therapeutinnen und Therapeuten mit regelmäßiger Fortbildung. Benannt ist der Rehakind-Fachberater.
Erprobung im Alltag: Probestellungen können unkompliziert und ohne Anrechnung beantragt werden – für längere Tests im häuslichen Umfeld oder in Schule/Kita, um Fehlversorgungen zu vermeiden.
Transparenz bei Zusatzleistungen: Klare Abgrenzung und Definition zusätzlicher Leistungen schaffen finanzielle Planungssicherheit.
Modulares Baukastenprinzip bei Sitzschalen: Ermöglicht flexible, individuelle Konzepte mit voller Einzelteil-Kostentransparenz.
„Mit diesen Maßnahmen wird die Hilfsmittelversorgung nicht nur praxisnäher, sondern auch zukunftssicher gestaltet – zum Vorteil der jungen Nutzenden sowie ihrer Familien. Rehakind war über vier Jahre immer wieder im konstruktiv-kritischen Austausch dazu mit der Barmer und begrüßt die Umsetzung vieler Aspekte des ,Mustervertrages Kinderreha‘, den der Verein schon 2020 vorgelegt hat“, so Rehakind-Vorstand Christiana Hennemann.