Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wollen PD Dr. med. Felix Schönrath, kardiologischer Leiter des Programms für Herzinsuffizienz und Herztransplantation am DHZB, mit seinen Kollegen Dr. Isabell Just-Lauer und Denis Fries prüfen, ob und wie der Einsatz des in der Schweiz entwickelten Myosuits praktisch und sicher durchgeführt werden kann.
Der Myosuit wird über der normalen Kleidung an der Hüfte und den Beinen angelegt. In einem kleinen Rucksack untergebrachte Elektromotoren unterstützen über Seilzüge und passive Elemente die Beugung und Streckung des Hüftgelenks sowie der Kniegelenke und unterstützen damit die Muskelarbeit. Die Intensität und Abfolge der elektrischen Unterstützung wird mithilfe von Bewegungssensoren am Rumpf und den Beinen gesteuert. Aufstehen und Hinsetzen, Gehen und Treppensteigen werden für die Patienten damit deutlich erleichtert.
In einer anschließenden prospektiven Studie mit schwer herzinsuffizienten Patienten wird in einem Zeitraum über zwei Monate die körperliche Fitness der Teilnehmenden untersucht.
„Wir erhoffen uns vom Einsatz des Myosuit nicht nur einen positiven Einfluss auf den Verlauf der chronischen Herzinsuffizienz im engeren Sinn, sondern auch eine allgemeine Steigerung der Lebensqualität durch mehr Mobilität und damit sozialer Aktivität“, sagt Felix Schönrath.