Einstieg ohne Digitalisierung
Aus dem Feedback entwickelte der Berliner Versorgungsspezialist sein Konzept „3 Wege – 1 Ziel“. Dessen Grundgedanke: „Wir möchten unseren Kunden den Einstieg in den 3D-Druck von Einlagen ermöglichen, ohne dass sie selbst vor Ort ihre Prozesse verändern müssen.“
Der erste Weg in den 3D-Druck führt über den Webshop. Hier können die Kunden aus vier vorkonfigurierten Modellen für Sneaker oder Komfortschuhe auswählen. Der zweite Weg bietet mehr Individualität, noch immer ohne „Digitalzwang“ und mit zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. für Pelotten, Weichbettungen oder Zehenstege. Die Konfiguration wird in ein Bestellformular eingetragen, und Springer überträgt diese Angaben in die Konstruktionssoftware.
Der dritte Weg – die Nutzung der CAD-Software Easycad – bietet den Technikern und Technikerinnen die Möglichkeit, 100% individuell zu gestalten, Weichheiten punktuell anzupassen, Übergänge zwischen den Shorehärten zu gestalten und unterschiedlichste Schuhformen beim Druck der Einlagenunterseite zu berücksichtigen. Springer übernimmt für alle drei Wege die Servicefertigung.
Nutzer von Easycad können aber ebenso auf einem eigenen 3D-Drucker produzieren. Den Drucker können sie entweder kaufen oder mieten, wobei die gezahlte Miete bei einem anschließenden Kauf des Druckers angerechnet wird. Nach der Messe in Köln bilanziert Jeannette Arend: „Wir haben mit dem Konzept den Nerv vieler Besucher und Besucherinnen getroffen und aufgezeigt, wie ein skalierbarer Einstieg in den 3D-Druck funktionieren kann. Wir sagen nicht, dass die Kunden alles auf einmal umstellen sollen. Stattdessen können sie da anfangen, wo es für sie passt.“ Alle Wege der Zusammenarbeit hätten Anhänger gefunden.