Wie gelingt der perfekte Scan? Was macht man, wenn Kinder versorgt werden? Und wie gelangt eigentlich eine Druckdatei am Ende in den Drucker? Diese und weitere Fragen konnten die circa 20 Teilnehmer des Workshops „Einstieg in den 3D-Druck“ den beiden Druck-Experten Lais Kriwat und Dennis Opielka stellen. In anderthalb Stunden zeigten beide Experten anschaulich anhand von Idealversorgungen des Handgelenks und des Unterschenkels, wie mithilfe von 3D-Druck eine Orthese entstehen kann. Dabei war der Workshop kein reiner Vortrag. Durch die mitgebrachten Scanner und einen 3D-Drucker hatten die Teilnehmer die Chance, alles einmal aus der Nähe nachvollziehen zu können und dabei selbst Hand anzulegen. Und während der symbolischen Versorgung durch Scan und Modellierung druckte nebenbei ein Drucker kleine beispielhafte Unterarmorthesen, die am Ende von einem Teilnehmer aus dem Gerät „entpackt“ wurden.
Das raten die Experten:
Dennis Opielka: „Ich habe mich am Anfang schwer getan, es hat ein paar Wochen gedauert, bis ich mit der digitalen Versorgung warm geworden bin. Aber jetzt bin ich davon überzeugt, weil es so viele Vorteile hat.“
Lais Kriwat: „Die Programme, mit denen wir arbeiten, sind von Menschen aus der Branche entwickelt worden. Mit ihnen können wir Handwerker einfach gut arbeiten.“
Dennis Opielka: „Die einzige Versorgung, an die ich mich noch nicht herangetraut habe, ist der Klumpfuß, weil dies sehr anspruchsvoll ist. Alles andere klappt spielend leicht.“
Lais Kriwat: „Der Anspruch an das Handwerkliche ändert sich nicht. Wer mit einem schlechten Scan startet, kann keine herausragende Orthese erwarten.“
Dennis Opielka: „Wenn man mit der Additiven Fertigung startet, sollte man jemanden in der Werkstatt haben, der Bock darauf hat.“