Die TK-App ist im März 2017 an den Start gegangen. Pro Monat laden derzeit rund 100.000 Nutzerinnen und Nutzer die App auf ihr Smartphone, teilt die Techniker Krankenkasse mit. Besonders beliebte Funktionen seien die Ersatzbescheinigung für die Versichertenkarte, wenn sie beim Arztbesuch vergessen wurde, und die Erstattung von Kosten für Arzneimittel, Impfungen oder Zahnersatz.
„Wir sehen an unserer App, dass Kundinnen und Kunden heute erwarten, dass sie Anliegen mit ihrer Krankenkasse schnell und digital auf dem Smartphone erledigen können“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. „Umso unverständlicher ist es, dass die Digitalisierung des Gesundheitswesens in einer Sackgasse steckt“, so Baas weiter.
Sowohl beim E-Rezept als auch bei der elektronischen Patientenakte fehle es an Nutzerfreundlichkeit und konkreten Mehrwerten, damit die Anwendungen sich in der breiten Bevölkerung durchsetzen. „Digitale Lösungen werden genutzt. Voraussetzung ist jedoch, dass sie einfacher sind als analoge Prozesse.“ Das sei etwa beim E-Rezept nicht der Fall. „Wir hätten eine deutlich höhere Verbreitung des E-Rezepts, wenn alle digitalen Services in einer App gebündelt wären. Versicherte brauchen zur Einlösung des E-Rezepts eine zusätzliche App. Dabei gibt es mit den Kassen-Apps bereits etablierte Kanäle, die von Millionen Versicherten genutzt werden“, so Baas. Es fehle jedoch die technische Schnittstelle zur E-Rezept-App.