Aufzahlung
Rund 27 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen haben für ihre Kompressionsversorgung über die gesetzliche Zuzahlung hinaus eine Aufzahlung geleistet. 23 Prozent bezahlten bis zu 20 Euro, 31 Prozent bis 20 Euro, weitere 36 Prozent bis zu 40 Euro.
Als eine „besondere Auffälligkeit“ wertet die Barmer, dass etwa 10% der Versicherten, die Mehrkosten für ihre Kompression übernommen hatten, angaben, diese für Beratung oder Anmessen gezahlt zu haben.
Auch wenn die Zufriedenheit der Versicherten hoch ist, besteht laut Barmer Verbesserungsbedarf bei der vertragsgemäßen Umsetzung der Kompressionsversorgungen. Aus diesem Grund würden Themen wie Transparenz bei Mehrkosten, die Auffälligkeiten in der Vertragsumsetzung sowie Optimierungsansätze Themenschwerpunkte der aktuellen Vertragsverhandlung. Die gewonnenen Erkenntnisse legten darüber hinaus die Grundlage für Ahndungen von Vertragsverstößen.
Das Studienprofil
Schriftliche Befragung per Post
Zeitraum der Befragung: Februar bis März 2022
Es wurden drei Gruppen mit weiblichen Barmer-Versicherten befragt, die von Januar bis Oktober 2021 eine Kompressionsversorgung erhalten haben. Ausgenommen waren Versicherte mit Betreuung oder stationärem Pflegeheimaufenthalt.
1. Gruppe: 3.000 Apothekenversorgungen mit rundgestrickten Waden- und Schenkelkompressionsstrümpfen als Serienprodukte und Maßanfertigungen in der KKL 2.
2. Gruppe: 3.000 Sanitätshausversorgungen mit rundgestrickten Waden- und
Schenkelkompressionsstrümpfen als Serienprodukte und Maßanfertigungen in der KKL 2.
3. Gruppe: 4.000 Sanitätshausversorgungen mit flachgestrickten Waden- und
Schenkelkompressionsstrümpfen sowie Kompressionsstrumpfhosen, jeweils in
der KKL 2.
Rücklaufquote: 50,3%.