Viele Menschen haben Rückenprobleme. Dabei gibt es Präventionsmaßnahmen, wie Rückengymnastik oder Entspannungsverfahren. „Doch all dies nützt wenig, wenn die Ursache für die Schmerzen nicht klar definiert ist“, sagt Carlo Dindorf, Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe Bewegungs- und Trainingswissenschaft an der TU Kaiserslautern (TUK), in einer Mitteilung. Genau daran arbeitet das Team der TUK zusammen mit Jürgen Konradi und dem Forschungsteam des Interprofessionellen Studienzentrums für Bewegungsforschung (SZB) der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, dem Medizintechnikunternehmen Diers International und weiteren Projektpartnern.
Das interdisziplinäre Team setzt auf eine bewährte Diagnosetechnik. „Wir scannen den Rücken mit einem Projektor und einer Kameraeinheit“, sagt Dindorf. Dabei wird ein Lichtgitter auf den Rücken projiziert. Mittels der Rasterstereographie kann so ein individuelles Modell der Wirbelsäule berechnet werden.
Neu bei der Methode sei der Einsatz von Verfahren der KI und des maschinellen Lernens.
„Unser System lernt mit Hilfe der gewonnenen Daten dazu. Je mehr Wirbelsäulen analysiert werden, desto besser wird das System und somit unser Verständnis der Wirbelsäule.“
Carlo Dindorf, Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe Bewegungs- und Trainingswissenschaft an der TU Kaiserslautern (TUK)
Dies könne der Medizin künftig helfen, Fehlstellungen besser aufzuspüren und personalisierte Diagnosen für eine individualisierte Therapie zu treffen.
Auf der Fachmesse Medica vom 15. bis 18. November 2021 in Düsseldorf stellen die Projektpartner ihr Vorhaben vor.