Nachhaltigkeit
Durch den digitalen Arbeitsablauf wird weniger Material benötigt. Kriwat muss nicht mehr Tausende von Fußmodellen, Reste unbenutzten Trittschaumes und Chemieabfälle entsorgen. Ungesintertes Pulver kann recycelt werden, so dass ein Kreislaufprozess entsteht. „Nachhaltigkeit ist für meine Generation das wichtigste Thema. Wir haben hier eine Plastiktonne, wo ich mir zum Ziel gesetzt hatte, dass sie nicht mehr wöchentlich geleert werden müsste, sondern wir den Abfall so minimieren, dass man sie nur noch alle vier Wochen leeren muss. Ich wollte auch den Einsatz von Chemikalien reduzieren und weniger davon entsorgen. Die SLS-Technologie ist die perfekte Lösung für uns, weil wir wirklich nur das drucken, was wir auch brauchen.“ In Zukunft hat sich Kriwat vorgenommen, etwa 50 Prozent seiner Einlagenproduktion zu digitalisieren und rund 10.000 Paare von Einlagenkernen und vollständigen Einlagen zu drucken.
„Im ersten Schritt war unser Ziel, das traditionelle Handwerk zu digitalisieren. Das bedeutet, die Form unserer Einlagen, also die spezifischen Einlagentypen in den Computer zu übertragen und am Ende tatsächlich am 3D-Drucker auszudrucken. In den nächsten Schritten wird es so sein, dass wir ganz neue Produkte nur auf der Basis der 3D-Technologie schaffen.“ Die Gestaltungsfreiheit des SLS-3D-Drucks ermöglicht die Umverteilung des Drucks beim Gehen, individuelle Premium-Produkte, bestimmte Stützarten, die sich mit traditionellen Methoden nicht fertigen lassen, sowie dünnere Produkte, die dennoch Halt bieten. „Ich freue ich mich extrem darauf, neue Innovationen auf den Markt zu bringen, die vielleicht vor 15 Jahren gar nicht so möglich waren. Dinge, die wir uns heute vielleicht gar nicht vorstellen können, werden schon bald Wirklichkeit.“