Die sportlichen Leistungen der Athleten*innen mit Behinderungen bei den Paralympics seien großartig, so das Bündnis. Dabei werden Handicaps durch bedarfsgerechte Hilfsmittel, z. B. Orthoprothesen, Spezialrollstühle und abgestimmte technische Versorgungen ausgeglichen. Dieser individuelle Bedarf an Hilfsmitteln zeige sehr anschaulich, dass für jeden individuellen Behinderungsgrad eine Hilfsmittelversorgung erforderlich ist, die eine optimale sportliche Leistung ermöglicht. Das Ergebnis ist eine individuelle Höchstleistung mit Behinderung und damit eine Teilhabe an Sportwettkämpfen.
Diese Teilhabe-Optimierung müsse auch jedem anderen behinderten Menschen offenstehen und die dafür erforderlichen Hilfsmittel seien individuell und zeitnah anzupassen. So gelänge Teilhabe, Inklusion, stabiles Selbstwertgefühl und bestmögliche schulische und berufliche Förderung und damit eine Integration in unsere Gesellschaft.
Da die bedarfsgerechte Heil- und Hilfsmittelversorgung in vielen Fällen – auch in zeitkritischen Entwicklungsphasen bei Kindern und Jugendlichen – durch Ablehnungen seitens der Krankenkassen (oft via „Gutachten“ des Medizinischen Dienstes) zu unakzeptablen Abläufen führe, sei dringender Handlungsbedarf zur Verbesserung erforderlich, so das Bündnis bestehend aus Privatpersonen und Verbänden/Organisationen.
Das Bündnis fordert deshalb Transparenz, verbesserte Kommunikation, eine Prüfung durch den MD einzusparen und die regionale Hilfsmittelversorgung mit Leistungserbringern vor Ort sicher zu stellen. Gemeinsam mit der Politik wolle man an einem Runden Tisch an Lösungen arbeiten.