Explizit nennen vier von fünf der Befragten außerdem, dass behinderte, chronisch kranke oder dauerhaft gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter eine Wahlfreiheit bei ihren Hilfsmitteln haben sollten. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter Führungskräften zum Thema „Inklusion in Unternehmen“, die laut einer Mitteilung im Auftrag des Medizinprodukte-Herstellers Coloplast in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde. Befragt wurden rund 530 Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern.
Neben den finanziellen Hürden ist der barrierefreie Zugang zum Arbeitsplatz eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Inklusion in Unternehmen. Daher befürworten 95 Prozent der befragten Führungskräfte die Ausweitung des Behindertengleichstellungsrechts auch auf die Privatwirtschaft. Aktuell gilt das Gesetz nur für öffentliche Einrichtungen, um behinderten Menschen den Zugang und damit die Teilnahme durch Barrierefreiheit zu erleichtern. 43 Prozent der Befragten stehen ohne Einschränkungen dazu; etwa die Hälfte fordert, dass die Umbaukosten in Unternehmen zumindest bezuschusst (41 Prozent) oder im Ganzen von der öffentlichen Hand übernommen (11 Prozent) werden.
„Die Umfrage zeigt, dass Inklusion ein Thema in den Führungsetagen der deutschen Unternehmen ist", sagt Henning Reichardt, Geschäftsführer von Coloplast. „Die befragten Führungskräfte identifizieren eine Vielzahl an Stellschrauben, die sowohl die Inklusionsquote steigern als auch die Integration derBetroffenen in der Arbeitswelt erleichtern könnten. In der Verantwortung sehen sie nicht nur sich als Arbeitgeber, sondern auch Krankenkassen und Politik."